Chemnitz
Der Name „Chemnitz“ ist eine Entlehnung des gleichnamigen Flusses mit slawischer Bezeichnung (Kamjenica), der durch die Stadt fließt. Für viele Jahre trug die Stadt einen politisch orientierten Namen, der nach der Wende im Jahr 1990 wieder abgelegt und der alte Name wieder angenommen wurde. Über viele Jahrzehnte war Chemnitz einer der bedeutsamsten Industriestandorte in Deutschland. Maschinen, die in Chemnitz produziert und nach England exportiert wurden führten zum traditionellen Gütesiegel „Made in Germany“, der sich von da an verselbständigte. Nach der Wende wurde dieses Ziel wieder angegangen. Viele große, weltberühmte Unternehmen haben ihren Standort (wieder) nach Chemnitz seitdem verlegt. Die verschiedenen regelmäßigen Veranstaltungen der Stadt lassen nicht unbedingt auf einen industriellen Charakter schließen, da viele verschiedene Kunst- und Kulturprojekte regelmäßig im Jahresverlauf ihren Niederschlag finden. Ein Angebot ist seit vielen Jahren neben den beliebten „Tag der offenen Tür“-Veranstaltungen, dem einen oder anderen verkaufsoffenen Sonntag oder den anderen Festlichkeiten nicht mehr wegzudenken: das Kinderschminken. Kinderschminken, das hat mit Kreativität und mit Maskenbildern zu tun. Bilder, die einem manchmal sehr bekannt und vertraut sind, manchmal scheinbar aus einer anderen Welt stammen und von den professionellen Schminkern benutzt werden. Die geschminkten Kinder versenken sich während des sogenannten face paintings, wie das Kinderschminken auch genannt wird, in das Bildnis diverser Erscheinungen (etwa Gesichter von Himmelsboten oder Blüten) und Tiere. Bärengesichter, Hunde-, Tiger- oder Bienengesichter begleiten Clownsgesichter und Gesichter außergewöhnlicher Figuren reger Phantasie (wie Kobolde, Gespenster, Zauberinnen und Magiern). Alle Kinder jeder Altersstufe genießen es, wenn ihre Gesichter bemalt und somit verändert werden. Auch in Chemnitz sind Kinderschminker tätig.





